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* 21.04.2006

Emma

Meine erste Freundin

 

Letzten Sonntag (19.02.2006), so kurz nach dem Mittagsfutter, klingelte Frauchens Plauderknochen. Aber bevor sie ihn hervorgekramt hatte, war das Ding auch schon wieder still. Wenig später störte das Handy erneut meine Mittagsruhe. Frauchens erzählte noch was von Mailbox und Nachricht und das sie es jetzt abhören müsse, sonst gibt das Ding keine Ruhe. Anschließend war noch von einer Emma die rede und das ich irgendetwas machen sollte. Da sie aber nicht näher auf mich einging döste ich in meiner Ecke weiter vor mich hin. Sie telefonierte nach einiger Zeit selber, legte auf und grinste mich an. Dann ging der Knochen wieder los, sie quasselte auf das Ding ein, legte es abermals ab und grinste mich erneut an. Habe ich was an mir? Sitz das Fell nicht richtig? Herrchen grinste auch so seltsam. Keiner sagte mir was, ich solle mich nur schön ausruhen. Ja toll, hätte ich ohnehin getan.

Nach ungefähr eineinhalb Stunden, beide schauten aus dem Fenster und unterhielten sich mit jemandem. Ganz plötzlich wollten die beiden spazieren gehen. Sie zogen ihre Schuhe an, nahmen meine Leine und ab ging es vor die Tür. Draußen stand ein Mann. Wohl der aus dem Telefon. Und nun? Die ganze Hektik, nur weil der mit schnüffeln geht? Manchmal weiß ich es nicht. Aber schon nach wenigen Schritten wusste ich, dass er nicht alleine war. Er hatte seine Frau mitgebracht. Und daneben stand sie – Emma.

 

Eine Traumhündin. Anmutig, ihr weißes Fell mit den hellgrauen Abzeichen, das hell hervorstach durch die wenigen Sonnenstrahlen die ihren Weg durch die umstehenden Lärchen fanden und deren durchlässiger Schatten den Hintergrund in ein angenehm warmes Licht tauchten. Leuchtende Augen schauten neugierig von der anderen Straßenseite zu mir herüber. Ihr wohlgeformter Körper, die kräftigen, trainierten Pfoten, die freundlich wedelnde Rute – das alles weckte vom ersten Moment an mein Interesse. Die wollte ich näher kennen lernen. Voller Ungeduld zerrte ich an der Leine. Da kam sie mit ihrem Frauchen auch schon auf mich zu.

 

Aber da war noch etwas. Ich hatte mich nicht geirrt. Ein zarter Hauch lag vom ersten Augenblick an in der Luft, kaum hatten wir die Haustür hinter uns gelassen. Jetzt wurde es Gewissheit, mit jedem Schritt den sie näher kam. Emma war heiß. Die heißeste Ponhündin, die mir je begegnete. Bedeutungsvoll hüllte ihr Duft an diesen Februarsonntag die Straße und den Gehweg unserer Begegnung ein. Wandelte einen an sich belanglosen Bürgersteig zum Mittelpunkte des Hundeuniversums. Sehr schnell merkte ich bei dem folgenden Spaziergang, dass Emma etwas von mir wollte und dass uns keiner daran zu hindern gedachte. Was für ein Tag.

 

Meine ersten Versuche waren ein wenig unbeholfen. Kunststück, so richtig Aufgeklärt worden bin ich ja noch nicht. Zum Glück war Emma schon erfahren und hat es mir mal freundlich mal mit Nachdruck erklärt. Nach dem Spaziergang wurden wir beide zur Erholung erst noch mal getrennt um es später in unserem Garten erneut zu versuchen. War mir auch lieber so. So in aller Öffentlichkeit beim ersten mal, muss ja nicht sein. Aber kaum war die Pause beendete, setzte ich meine Bemühungen fort. Nach ca. 20 Minuten Vorspielt hatte ich begriffen wie das geht. Emma quiekte kurz auf und ich war drin. Auf nähere Details kann ich hier wegen des Junghundeschutzes nicht eingehen, nur so viel, es war einfach g… (Piep). Irritierend fand ich nur, dass Emma und ich noch eine ganze Weile aneinander hingen. Wir kamen nicht los. Über eine viertel Stunde klebten wir zusammen, aber das muss wohl so sein. Wieder in der Wohnung gab es sogar ein Leckerli für Emma und mich. Alle waren glücklich und zufrieden, nur nach Hause fahren, hätte meine neue Freundin von mir aus nicht müssen. Emma versprach aber am nächsten Tag wieder zu kommen. Tat sie auch, und wieder durften wir in den Garten und die Dingen tun, die erwachsene Hunde so tun, wenn alle wollen dass sie es tun. Wie am Vortag gab es wieder ein Vorspiel, den Akt, das Abhängen und das Leckerli danach. Wieder waren alle glücklich und zufrieden.

 

Nur als Emma wieder weg war brauchte ich viel Trost, irgendwie wusste ich nicht wo ich mich lassen sollte. Warum konnte sie nicht einfach bleiben? Ich war traurig. Frauchen versprach mir aber Emma zu besuchen, wenn sie Welpen bekommen sollte und ich Papa werde.

 

 

Vaterfreuden  

 

Das Emma und ich vor ein paar Wochen tierisch guten ähm, Dingsda, also das mit den Bienchen und Blümchen und dem Leckerchen danach und so  – Ihr wisst schon was  – hatten, habe ich ja schon erzählt.

 

Filou, drucks nicht so herum: Du durftest Emma decken.

 

Also, vor einigen Wochen kam Emma zu Besuch und ich habe sie gedeckt.

– Das klingt aber so unromantisch, so leidenschaftslos. Nach dem Motto: Scharfer Rüde sieht heiße Hündin. Hündin will. Prima. Dann rauf, rein, ruckel, ruckel, raus, runter, klick und Leckerchen. So war es aber nicht.

 

Gut Filou, dann erzähl wie du meinst aber komm zur Sache.

 

Ich überspringe das jetzt mit dem …. – jedenfalls ist Emma schwanger geworden. Am 21.04.2006 kamen dann sieben Ponwelpen zur Welt. Vier Jungen und drei Mädchen. Emma und die Welpen, das ist erstmal die Hauptsache, sind alle wohlauf. Noch am gleichen Abend hat sie mir die ersten Bilder von den kleinen Rackern geschickt. Einfach toll, meine erster eigener Nachwuchs. Ich bin Papa. Oma Lufka hat uns auch schon zu unserem Erfolg gratuliert.

 

Ich hoffe nun, dass ich nicht allzu lange warten muss, bis ich die Kleinen zum ersten Mal selber sehen und beschnüffeln kann. Dann kann ich auch mehr berichten.

 

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